Lufthansa-Flottenabbau trifft Sachsen. Noch nicht.
27 Jets am Boden, Cityline geschlossen, Streikkosten als Mitgrund genannt. Die Flughäfen Dresden und Leipzig bekommen Entwarnung. Wer zahlt am Ende die Rechnung für Jahre verfehlter Konzernpolitik und gewerkschaftlicher Dauerkonflikte?
Von Matthias Klose1 Aufrufe
Öffentlichkeit wird diese Aussage reflexartig als Drohung gelesen. Dabei ist sie schlicht eine betriebswirtschaftliche Einordnung.
Wer Streiks als legitimes Mittel verteidigt, muss auch verteidigen, dass Unternehmen auf Mehrkosten reagieren. Das eine folgt aus dem anderen. Cityline ist kein Opfer politischer Willkür, sondern das Ergebnis einer langen Reihe von Entscheidungen: überfälliger Flottenersatz nicht finanziert, Kosten gestiegen, Marktumfeld enger geworden. Die Mitarbeiter, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren, zahlen den Preis für all das zusammen.
Was jetzt zu tun ist
Wer ab diesem Wochenende von Dresden oder Leipzig aus fliegen will und bisher auf Cityline-Verbindungen angewiesen war, sollte seine Buchungen prüfen. Jetzt, nicht später.
Und wer die Entwicklung der regionalen Infrastruktur in Sachsen verfolgen will, findet bei mir auf dem Elbland-Kurier laufend aktuelle Einordnungen. Wirtschaftsthemen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt nehme ich dabei genauso ernst wie die lokalen Zusammenhänge, die in überregionalen Medien oft fehlen. Wer unabhängigen Regionaljournalismus dauerhaft möglich machen will, kann das als Unterstützermitglied tun.
